Preisüberblick: Herr der Ringe – Der Krieg im Norden (PS3/Xbox/PC)

18. November 2011

Da ich bereits seit ein paar Tagen den Titel für die PS3 zu Hause liegen habe, dachte ich mir, es wäre an der Zeit sich einen kurzen Spieleindruck zu verschaffen. In der Vergangenheit lösten die HdR-Spieleableger ja nur verhaltene Begeisterung aus. Mir ist zumindest „HdR – Die Rückkehr des Königs“ (PC) noch in ganz guter, kurzweiliger Erinnerung.
Ob sich mit dem aktuellen Titel „HdR- Der Krieg im Norden“, dem vermeintlich letzten Spiel vor Erscheinen der zweiteiligen „Hobbit“-Saga (voraussichtliche Kinopremiere Dez. 2012), dieser Negativ-Trend fortsetzen wird?


Zuerst einmal sei erwähnt, dass es sich bei „Der Krieg im Norden“ um das erste HdR-Game handelt, das nur für Erwachsene freigegeben ist. In Zahlen heißt das: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren müssen draußen bleiben. Folglich sollen die Kämpfe „unglaublich realistisch“ inszeniert sein und sich eng an der Originalvorlage orientieren. Kann man so sehen, zumindest Ersteres, ist aber eigentlich typisches Marketing Bla Bla. Wie realistisch sieht es aus, wenn ein Zwerg einem Ork die Axt auf den Kopf haut? Großes Gemetzel, Gedärme, Blutfontänen sehe ich nicht. Netter Versuch Warner.


Die Story:
Das Spiel knüpft seinen Handlungsstrang an den ersten Teil der HdR Filmreihe „Die Gefährten“. Ein paar Tage bevor Frodo und sein Hobbit-Gefolge im Städtchen Bree auf den Waldläufer Streicher alias Aragorn treffen, erreichen drei Krieger, der Zwerg Farin, die Elfe Andriel und der Waldläufer Eradan die Stadt. Sie wollen dem zukünftigen König von Gondor von vermeintlichen Truppenbewegungen im Norden zu berichten. Gemeinsam kommt man zu dem Schluss, dass Frodos Auftrag und somit Mittelerde verloren sei, wenn sich niemand der Gefolgschaft des dunklen Herrschers Saurons im Norden entgegenstellt. Diese Aufgabe, ihr ahnt es bereits, kommt dem Mann/Frau/Zwerg Trio, also Euch als Spieler, zuteil. Das Spiel beginnt, nach Auswahl eures Charakters, direkt an dem Ort der Zusammenkunft. Nachdem Aragorn die Gruppe über ihre Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung aufgeklärt hat, geht es los. Oder besser könnte, denn zuerst muss man sich in klassischer RPG Manier durch einen kleinen Fragenparkour hangeln. Ich persönlich bin kein Fan von RPGs und schon gar nicht von Frage/Antwort Spielchen. Dennoch bringe ich es hinter mich und leiste einem unglücklich verliebten Tagträumer, der traurig in einer Ecke steht, Schützenhilfe damit er endlich seine Liebste in die Arme schließen kann. Nach Erfüllung lehne ich seine Belohnung ab, was mich als aufopferungsvollen und philanthropisch veranlagten Waldläufer in Bree bekannt macht. Klasse. Gott sei Dank kam Peter Jackson nicht auf die Idee, solche sinnfreien Episoden in seine Filme einzubauen. Wobei kitschbefreit waren die ja weiß Gott nicht. Nach meiner ersten Heldentat nutze ich das am Ende der Hauptstraße zur Verfügung stehenden Portal um mich aus der drögen Dorfwelt hinein in die Schlacht zu begeben. Ich lande in einer Ruinenstadt im Norden und muss mich mit meinen zwei Mitstreitern gegen angreifende Orks behaupten. Endlich. Kämpfen. In der Tastenbelegung sieht das wie folgt aus: Ein Button dient als leichter Angriff, ein Button als Schwerer Angriff. Über die Schultertasten kann ich meinen Bogen spannen und abschiessen, was aber bei der Panzerung der Orks maximal ineffizient ist. Mit dem Schwert lassen sich die Orks anfangs relativ leicht verputzen, in den unteren Katakomben der Ruinenstadt angekommen, nehmen allerdings die Fernangriffe der Gegner mit Pfeil und Bogen schnell zu und lassen mich und meine Mitstreiter, unsere Erfahrungspunktesammlung ist eher kläglich, bald an den Rande unserer Energie Reserven kommen.
Das Gameplay
Es ist mir fast peinlich zu erwähnen, die Hardcore-Gamer unter euch mögen es mir verzeihen, aber ich sterbe bereits in den Anfangsminuten mehrmals und qualvoll. Schuld ist natürlich das monotone Knopf A und Knopf B Gedrücke, das auf mich nicht wirklich motivierend wirkt. Ich zeige mich willensschwach und beende nach gut 50 Minuten meinen Kampf. Keine Lust mehr die immer gleichen Aktionen auszuführen. Eine Mitschuld an meinem Abbruch trägt auch die KI. Ja Andriel und Farin, ich meine euch. Ihr steht zumeist hölzern im Weg herum und starrt dumm in die Ödnis. Befehle meinerseits sich zu versammeln werden einfach verweigert. Bin ich so ein schlechter Anführer, dass mir mein Gefolge bereits am Anfang des Abenteuers die exekutive Hingabe verweigert? Scheinbar. Ein Abstecher zur Grafik. Setzte die Filmreihe vor 10 Jahren noch Maßstäbe in der digitalen Filmtricktechnik, kamen die Spiele selten über mäßige Kost hinaus. Das ist bei vorliegendem Muster nicht anders. Zwar sind die Zwischeneinspieler recht nett anzuschauen, das eigentliche Gameplay reißt mich aber nicht vom Hocker. Nervig: Die Kameraführung ist teilweise sehr störend. Es schieben sich Deckenabschnitte ins Bild und Perspektiven werden angeboten, aus denen nicht ersichtlich wird, wo sich der Gegner, den man gerade bekämpft, befindet. Alles wirkt sehr hektisch und ungenau. Mir gefällt das nicht. Ob sich meine Ungeduld mit diesem mittelmäßigen Titel daraus nährt das Uncharted 3 auf meinem Wohnzimmertisch liegt, will ich jetzt mal nicht weiter kommentieren.
Fazit
Das meine Kritik nicht von allen Spielern geteilt wird, wie beispielsweise den Amazon Kommentaren zu entnehmen, ist legitim. Als Fan der HdR-Welt oder als Zeitvertreib für zwischendurch kann man sich das Spiel durchaus gönnen. Am 25.11. erscheint es auf der britischen Insel, dann sollten die Preise noch mal ordentlich purzeln und eine Anschaffung rechtfertigen. Wir wollen Mittelerde schließlich nicht kampflos dem Blechschädel Sauron überlassen.

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Kommentare zu „Preisüberblick: Herr der Ringe – Der Krieg im Norden (PS3/Xbox/PC)“

Karsten Spengler 18. November 2011 um 8:55 pm  (Zitat)

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Hi,

ich überlege ob ich mir das Spiel gönnen soll… Der Preis wäre ja schon heiß, allerdings ist der “Test”, wenn man das da oben so bezeichnen möchte, wirklich nichtssagend. Außer der Meinung des Autors, ist in dem “Artikel” nichts Substanzielles zu finden. Das finde ich sehr schade. Vielleicht könnte nochmal ein Erwachsener den Artikel thematisch ergänzen bzw. verbessern.

PS:
Werden die Artikel bei Ihnen nicht redigiert? Es hätte sicher nicht geschadet, denn Rechtschreib-, Grammatik- und Interpunktionsfehler gehören sich nicht für eine seriöse Seite. Und wenn man nicht weiß, was Fremdwörter bedeuten, dann sollte man sie besser nicht verwenden. “Kurzweilig” bedeutet spannend und nicht “von kurzer Dauer”. Die Kämpfe sollen realistisch “inszeniert” sein und nicht “initiiert”. Das sind ja nicht mal mehr Flüchtigkeitsfehler, sondern zeugen eher von mangelhafter Bildung. Das ist peinlich.

Mfg K. S.

agent-mueller 18. November 2011 um 9:57 pm  (Zitat)

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„Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren müssen, geht es nach dem Willen des Herstellers WB Games, draußen bleiben.“ – So so, der Hersteller legt die Altergrenze fest. Und ich dachte, dass das die USK, PEGI oder ESRB erledigt. Wie heißt es so schön: „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Für couchjockey heißt das „Bleibt ein Schnäppchen-Blog und versucht nicht, eine Testseite zu sein“. Davon gibt es bereits genug (schlechte).

elroq 19. November 2011 um 12:49 pm  (Zitat)

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@Karsten
Es kann immer mal sein, dass ein paar Fehler durchrutschen. Dank dir für das aufmerksame Lesen. Sind korrigiert. Um die Seriosität musst du dir keine Sorgen machen. Die ist gegeben.

@agent-müller
Da hast du recht. Die USK verteilt die Noten. Das klang irritierend. Ist gefixt. Des Weiteren haben wir nicht vor, gegenüber den diversen Gamer-Seiten als Konkurrenz in Erscheinung zu treten. Wohl aber (wenn möglich) Erfahrungen, die wir mit den gelisteten Filmen und Games haben, an unsere Leser weiterzugeben. Warum? Weil es uns Spaß macht sich mit den Inhalten zu beschäftigen. Sieh es als Service, den man nutzen kann, aber nicht muss.

Schönes Wochenende

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